Tierzentrum Gelnhausen

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Madenbefall bei Kaninchen und Meerschweinchen

von Dr. Ruffner-Edelmann

Jahreszeitlich bedingt werden im Sommer und Frühherbst vermehrt Kaninchen und Meerschweinchen in der Sprech- stunde vorgestellt, die ihren Besitzern vor allem durch verringerte Futteraufnahme und ein schlechtes Allgemeinbefinden auffallen. Oftmals wird von den Besitzern angegeben, dass die Tiere seit ein paar Tagen Durchfall haben. Dreht man die Tiere im Laufe der Untersuchung um, entdeckt man sofort einen mehr oder weniger starken Befall mit Fliegenmaden, die sich als kleine, weiße, sehr bewegliche Würmchen auffallen. Je nach Dauer der Infektion sind die Maden klein wie Reiskörner oder schon einen Zentimeter lang.

Wie kommt es zur Besiedlung durch Fliegenmaden?

Verschiedene Arten von Fleisch- und Schmeißfliegen legen angelockt durch Wunden oder feuchte und entzündete Bereiche in der Analregion ihre Eier ab. Der bei Durchfallerkrankungen typische Kot erweist sich dabei als besonders anziehend auf die Fliegen, aber auch Tiere, die aufgrund einer Harnwegsinfektion ein urinverklebtes Fell haben, werden angeflogen. Bei stark geschwächten Tieren, die sich nicht mehr wehren, werden alle Körperöffnungen zur Eiablage genutzt. Innerhalb kürzester Zeit schlüpfen die Maden und ernähren sich je nach Fliegenart von Gewebe oder Ausscheidungen des Wirtstieres.

Bei frühem Erkennen der Besiedlung mit Fliegenmaden können oberflächliche Hautverletzungen oftmals zur Abheilung gebracht werden. Bei fortgeschrittenem Geschehen sind Bohrgänge der Larven in tiefere Gewebe zu beobachten, die nur schwer zu behandeln sind.

Um einem Befall mit Fliegenmaden vorzubeugen, sollte jedes Kaninchen und Meerschweinchen einmal täglich durch seinen Besitzer aufgenommen und der After kontrolliert werden. Bei Durchfallerkrankungen sollte sofort eine Behandlung beginnen und der After täglich gereinigt werden. Da viele Durchfallerkrankungen durch eine fehlerhafte Fütterung verursacht werden, ist oftmals eine Umstellung der Fütterung notwendig

Die Grundlage der Fütterung von Kaninchen und Meerschweinchen ist Heu. Es sollte immer zur freien Verfügung stehen. Ein weiterer wichtiger Futterbestandteil ist das Frischfutter (Karotten, Gras, Salat, Löwenzahn, Brokkoli, etc.). Trockenfutter sollte nur wenig angeboten werden. Ein Esslöffel Trockenfutter pro Kilogramm Kaninchen und Meerschweinchen reicht vollkommen für eine ausgewogene Fütterung aus.

Bei Fragen zu diesem und anderen Themen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Ihr Team der Tierklinik im Tierzentrum Gelnhausen

 


Tierklinik im Tierzentrum Gelnhausen

Vier Tierärzte führen hier an sieben Tagen in der Woche die Sprechstunde durch. Montag bis Freitag werden chirurgische Eingriffe und andere Eingriffe in Narkose durchgeführt. Den chirurgischen Bereich leitet Tierarzt Wolfgang Kestler, den Bereich der Diagnostik und inneren Medizin betreut Gisela Niebch, Fachtierärztin für Klein- und Heimtiere. Ein breites diagnostisches Spektrum ermöglicht eine schnelle Diagnosefindung und damit auch einen frühen Therapiebeginn, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Hierzu bietet die Tierärztliche Klinik Diagnostik wie Ultraschall, Herzultraschall, Endoskopie, digitales Röntgen, Blutuntersuchungen mit Auswertung im Haus und vieles mehr.
Desweiteren bietet die Klinik auch einen jährlichen Vorsorge-Check an, um noch vor dem Auftreten von Symptomen Krankheiten zu erkennen und zu therapieren. Eine adäquate Therapie Ihres Tieres ist unter anderem durch den chirurgischen Bereich und die Möglichkeit der stationären Aufnahme für zum Beispiel operierte Tiere oder Infusionspatienten gewährleistet. Hier werden auch verunfallte Tiere und andere Intensivpatienten betreut. Die Hunde der Helfer und Ärzte haben hier zum Beispiel schon des öfteren durch Blutspenden anderen Hunden das Leben gerettet
Auch über den täglichen Klinikalltag hinaus engagieren sich die Ärzte der Tierklinik rund um das Thema Tiere. So wurde eine Vortragsreihe veranstaltet zum Thema „Hunde mit Beruf“, in deren Rahmen unter anderem über Spürhunde, Blindenführhunde, Hütehunde und Jagdhunde referiert wurde. Ebenso bietet Fachtierärztin Gisela Niebch regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse für Tierbesitzer an.

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