Tierzentrum Gelnhausen

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Harnsteine bei Klein- und Heimtieren

von Dr. Ruffner-Edelmann

Harnsteine können sowohl bei Hund und Katze als auch beim Kaninchen vorkommen.
Sie können in Form von größeren Steinen als auch als Harngries auftreten.

Je nach Größe des Steines bzw. der Grieskörner kommt es zu verschiedenen Krankheitssymptomen. Große Steine reizen vor allem die Blasenschleimhaut mechanisch, es kommt zu Blutungen in die Blase und somit zu einer Verfärbung des Harnes. Auch das Volumen der Blase wird verringert, die gespeicherte Harnmenge ist im Vergleich zu der eines gesunden Tieres deutlich kleiner. Die Verletzung der Blasenschleimhaut erleichtert auch die Ansiedlung von Bakterien und somit das Entstehen einer Entzündung der Blase als Folge einer Infektion.

Kleinere Blasensteine und Blasengries können zusätzlich zu der Reizung der Blasenschleimhaut mit dem Urin in die Harnröhre gelangen und diese zum Teil oder völlig verschließen. Betroffen davon sind überwiegend männliche Tiere, in deren langer Harnröhre Steinchen eher zu einer Verlegung führen als bei den weiblichen Tieren , deren kürzere und dehnbarere Harnröhre eher Steinchen passieren lässt. Die Tiere sind nicht mehr in der Lage Urin abzusetzen, oder es gelingt ihnen nur mit großer Mühe und in kleinen Mengen.

Wir unterscheiden aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung verschiedene Arten von Steinen die bei den einzelnen Tierarten in unterschiedlicher Häufigkeit zu finden sind. Einerseits gibt es Struvit- und Kalziumoxalatsteine, die in der Röntgenaufnahme zu sehen sind, andererseits gibt es Ammoniumuratsteine und Cystinsteine, die in der Röntgenaufnahme nicht sichtbar sind und nur in der Ultraschalluntersuchung direkt nachweisbar sind. Die Untersuchung einer Urinprobe unter dem Mikroskop gibt Aufschluss über die Steinzusammensetzung.

So wie sich die Steine in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, so unterschiedlich ist auch die Behandlung der betroffenen Tiere. Einige Steinarten (Struvit, Cystin, Urat) lassen sich mit diätetischen und medikamentösen Maßnahmen auflösen. Andere Steinarten können nur operativ entfernt werden. Je nach Steinart muss nach operativer Entfernung der Steine eine spezielle Diät eingehalten werden, um eine erneute Bildung von Steinen zu verhindern. Diese Diät muss dauerhaft verfüttert werden, um erfolgreich zu sein.

Auch Kaninchen können Blasensteine bekommen, die ausschließlich aus Kalziumkristallen bestehen und bei einer Überversorgung der Tiere mit Kalziumreichen Futtermitteln bestehen.

Bei Fragen zu diesem und anderen Themen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Ihr Team der Tierklinik im Tierzentrum Gelnhausen


Tierklinik im Tierzentrum Gelnhausen

Vier Tierärzte führen hier an sieben Tagen in der Woche die Sprechstunde durch. Montag bis Freitag werden chirurgische Eingriffe und andere Eingriffe in Narkose durchgeführt. Den chirurgischen Bereich leitet Tierarzt Wolfgang Kestler, den Bereich der Diagnostik und inneren Medizin betreut Gisela Niebch, Fachtierärztin für Klein- und Heimtiere. Ein breites diagnostisches Spektrum ermöglicht eine schnelle Diagnosefindung und damit auch einen frühen Therapiebeginn, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Hierzu bietet die Tierärztliche Klinik Diagnostik wie Ultraschall, Herzultraschall, Endoskopie, digitales Röntgen, Blutuntersuchungen mit Auswertung im Haus und vieles mehr.
Desweiteren bietet die Klinik auch einen jährlichen Vorsorge-Check an, um noch vor dem Auftreten von Symptomen Krankheiten zu erkennen und zu therapieren. Eine adäquate Therapie Ihres Tieres ist unter anderem durch den chirurgischen Bereich und die Möglichkeit der stationären Aufnahme für zum Beispiel operierte Tiere oder Infusionspatienten gewährleistet. Hier werden auch verunfallte Tiere und andere Intensivpatienten betreut. Die Hunde der Helfer und Ärzte haben hier zum Beispiel schon des öfteren durch Blutspenden anderen Hunden das Leben gerettet
Auch über den täglichen Klinikalltag hinaus engagieren sich die Ärzte der Tierklinik rund um das Thema Tiere. So wurde eine Vortragsreihe veranstaltet zum Thema „Hunde mit Beruf“, in deren Rahmen unter anderem über Spürhunde, Blindenführhunde, Hütehunde und Jagdhunde referiert wurde. Ebenso bietet Fachtierärztin Gisela Niebch regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse für Tierbesitzer an.

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